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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mo Okt 19, 2015 3:39 pm
Saturday Night

° Die WCW schießt dann ja schon einmal ordentlich gegen die WWF. Mal sehen ob man die großen Worte auch halten kann. Chris Candido holt dann seinen ersten Sieg, ist passend. Booker T telefoniert, damals schon ein Handy...Wow. Mal sehen wer dran war. DDP siegt dann auch, passend. Mal sehen wann er bei dir durch starten wird. Ric Flair dann mit großen Worten, er soll nur aufpassen das sein Maul nicht gestopft wird...Steve Austin macht dann den Deutschen platt, passt auch vom Standing her. Dustin Rhodes dann auch mit klaren Worten, mal sehen ob er auch beim Pay Per View gewinnen wird.

° Johnny B. Badd gewinnt dann auch, ob er auch beim PPV gewinnt? Ich denke nicht...Mal kucken ob der Hulkster heute da sein wird...Denke ja am Ende ist irgendein Angle dafür verantwortlich das er nicht erscheinend wird. Die Nasties gewinnen dann auch, mal sehen wer der Typ in der Lederjacke ist. Der Drache siegt dann auch, passend! Sting mit großen Worten. Der Hulkster greift dann später ein. Sting gegen Hulk Hogan wird angeteased. Sehr interessant das Ganze!

Bash at the Beach 1994

° Die Warm Up Show war solide, eigentlich muss man da nichts groß erwähnen. DDP holt sich den Sieg und nun gehe ich aufgrund des Finishers 100% davon aus das es Raven ist. Ein Draw, damit hätte ich nun nicht gerechnet. Denke aber das hier genug Zündstoff für eine Weiterführung der Fehde vorhanden ist. Rhodes und Anderson gewinnen dann gegen das Studd Stable. Das Stable könnte von mir aus auch verschwinden...Steve Austin kann dann seinen Worten Taten folgen lassen. Sehr interessant, der Sieg bringt ihn weiter nach oben.

° Mit einem Titelwechsel hätte ich niemals gerechnet. Krasse Sache, mal sehen was nun aus den ehemaligen Titelträger wird. Hulk Hogan mit einer Niederlage? Das ist krass, damit hätte ich nicht gerechnet. Meiner Meinung nach auch irgendwie Schwachsinn, smarkig ist das cool. Aber den größten Draw des Wrestling dann gleich verfüttern finde ich schade. Natürlich war es nicht fair, aber dennoch ein wenig schade...Der Main Event war dann auch groß und die Faces sind nun erstmals geschwächt. Mal sehen wer nun gegen Ric Flair vorgehen wird. Denn ob Sting ein Rematch bekommt ist ja keine sichere Sache...
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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mo Okt 19, 2015 4:02 pm
Erstmal WWF, später WCW!

In gaaaanz kleinen Schritten geht es weiter vorwärts zum Summerslam, und vom Stil her hat RAW wieder in die Zeit gepasst wie die Faust auf dein Auge, hehe. Die Headshrinkers gewinnen gegen die Jungs von Cornette, James E. ist sauer und bei Superstars werden die Samoaner attackiert von.. ja von wem? Ich denke das wir hier grade Ron und Don Harris gesehen haben. Geile Sache auf jeden Fall! Die Bodies sind im übrigen unzufrieden mit Cornette, da wäre ich auch gespannt. Aus den Bodies könnte man einen völligen Sinneswandel machen.

Die Saga um Tatanka, DiBiase und Luger geht eine Runde weiter und ich bin mir absolut nicht sicher was du vor haben wirst. Ob's gleich wird, wie in real? Oder passiert nichts? Oder wird Luger noch käuflich? Virgil wird uns wohl verlassen, denn an einen Sieg gegen den Undertaker beim nächsten RAW glaubt doch keine Sau. Wirklich gut fand ich die Sache mit Bam Bam Bigelow - Lass Bigelow jemanden plätten (in dem Fall sogar Quacks Trainer, hehe) und der Macho Man wird sauer, nur um in ein paar Wochen wohl sein Comeback im Geviert zu feiern..Hoffentlich! Der Junge muss da nicht, wie in echt, am Pult versauern.

Das Segment mit Jerry Lawler, dem Mülleimer und Doink fand ich super. Das hat total in die Zeit gepasst, und ich kann mir Lawlers Gesicht wirklich gut vorstellen als Doink da raus gekommen ist. Lawler gegen den Dumpster wird also noch weitergehen, diese ungleiche Paarung hat aber irgendwie was. Ist von den Momenten her schonmal eine dufte Sache geworden. Und sonst so? Paul Bearer kämpft um den Undertaker, Bret Hart und Owen sind bereit für ihren Kampf (und ich erst) und Justin Flacco ist natürlich völlig grandios.
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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mo Okt 19, 2015 4:17 pm
WWF Monday Night Raw

° Die Ausgabe kann ja schon einmal interessant werden. Interessante Sachen stehen heute an! der Opener war interessant, vor allem das ein Split angeteased wird. Mal sehen wann es richtig kracht und die Fronten explodieren. Die Sachen für den Summerslam klingen auch interessant, die Harts haben dann auch interessante Worte. Mabels Sieg passt dann auch. Lex Luger und Tatanka zusammen gegen die Millidon Dollar Coperation? Am Ende lässt sich der Indianer kaufen...

° Bam Bam Bigelow zeigt dann was für ein Tier er ist. Wieso auch nicht...Halt sehr beeindruckend der Kerl. Doink gegen Lawler war echt geil, kann mir das Segment perfekt vorstellen. Hat echt gut gepasst. Der Main Event war dann auch klasse, mal sehen wo die Reise des Sumos noch hin geht. Paul Bearer mit krypitschen Worten. Genau so mag ich das. Mal sehen was dabei raus kommt und bin auch gespannt was rund um The Undertaker passieren wird.

Superstars war dann auch unterhaltsam. Sicherlich schöne Kämpfe wo die etablierten Wrestler nochmals gefestigt werden!

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mo Okt 19, 2015 8:19 pm
Ich habe den Bash als Veranstaltung genossen muss ich sagen! Noch blicke ich nicht ganz durch als Jungspund, aber ich gelobe Besserung. Das Hulk das erste Match seiner WCW Karriere verliert, ist grandios. Vader hat nun den dicken Sieg in den Segeln und wird sich, früher oder später, von World Champion Ric Flair absagen müssen. Alles andere kann ich mir nicht vorstellen! Und was ist mit dem Hulkster? Keeene Ahnung! Die Zeit für die 24 Inch Pythons sind offensichtlich vorbei, und ich glaube Hogan war kein mal mehr interessanter in seiner Karriere, als jetzt bei dir.. Den nWo Run in echt mal ausgenommen! Wie wird sich der Hulkster verhalten die kommenden Wochen? Verfällt er in Lethargie? Einen kauernden Hogan zu sehen, hach das wäre mal was komplett anderes Very Happy

Sting verliert auch, schon wieder durch einen Eingriff von Sherri. Sting muss auch wieder nach oben kommen, der arme Kerl ist ja auch völlig am Boden momentan. Und wie Haya sagte: Wieder ein Heel Sieg, argh. Der Stinger dürfte auf die Spielchen auch langsam keine Böcke mehr haben, da müssen bald andere Seiten aufgezogen werden. Lord Regal und Austin ebenfalls siegreich - Beide sind auf jeden Fall Kandidaten für interessante Kämpfe, als WCW-Noob: Braucht man wirklich zwei "Midcard" Titel? Vielleicht wird es ja mal irgendwann eine Vereinigung geben, Nichtkenner Gedanken gerade, hehe. Ansonsten hatte der Event eine gute Mischung an Kämpfen, ausgewogene Card - Die Nastys als Tag Team Champions finde ich auch interessant. Irgendwie mag ich die beiden gerne, haha, und gegen Jack und Sullivan könnten sich auch weitere dicke Schlachten einreihen!
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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Di Okt 20, 2015 7:55 pm
Besten Dank für das Feedback, Jungs!! Smile

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mi Okt 21, 2015 1:37 pm
Auch von mir ein großes Dankeschön, Männer!

Vor allem gefällt mir wie kontrovers die Situation um Hulk Hogan bewertet wird. Wink

@Show: Hast du da gerade den WCW United States Championship als "Midcard Titel" bezeichnet?! Shocked Es sei dir aufgrund deiner Unwissenheit um dieses Zeitalter des Pro-Wrestlings verziehen, aber der U.S. Titel war zu NWA Zeiten der höchste Titel der WCW und wurde von sämtlichen Größen des Business gehalten. Der World Heavyweight Champion tourte ja quasi durch die gesamten NWA Territorien um seinen Titel zu verteidigen, während der U.S. Champion (in der WCW) immer da war. Der Titel hatte noch höheres Prestige als der WWF Intercontinental Titel Ende der 80er/ Anfang der 90er. Du kannst also davon ausgehen, dass ich ihn nicht mit dem wirklichen Midcard Titel (TV Championship) vereinen werde. Very Happy


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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mi Okt 21, 2015 3:57 pm
Danke dir!

Wie du bereits angemerkt hast, habe ich absolut keinen Schimmer von der Zeit. Schande über mein Haupt! Alles ist hier grade für mich Neuland, deshalb ruhig korrigieren und alles - Ich will ja auch was dazu lernen Smile Und ja: Das was du erzählst macht natürlich Sinn, wenn der World Champion durch die Territories musste, klar das dann der US Champion als höchste Kraft eintritt da er wirklich das Eigentum der WCW war.

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Mi Okt 21, 2015 4:36 pm
Interessantes Thema! Es wäre bestimmt sehr angenehm zu sehen, wenn auch die United States Championship mal größere Events headlined, während die Kämpfe um den ganz großen Gurt aufgespart werden. Früher oder später kommt man ansonsten ja gar nicht umhin, das Ding auf Midcard-Niveau auszufechten, wie es später im Jahrzehnt bei WCW Usus gewesen ist. Die Television Championship wirkt in der Hinsicht sogar erst einmal verständlicher, weil sie sowieso einen Gimmick-Titel darstellt.

Ich finde es in meinen Planungen auch etwas schwierig, die Intercontinental Championship sinnvoll zu booken, da es für mich gar keinen Sinn ergibt, warum Leute wie Diesel, Razor Ramon, Shawn Michaels und Konsorten um das Ding kämpfen sollten, wenn der Sprung zur World Championship vergleichsweise klein ist. Ich stoße aktuell schon ein wenig an meine Grenzen, weil ich niemanden auf dieser Stufe verlieren lassen, andererseits aber genauso wenig ständig irgendwelche irregulären Finishes einbauen möchte. Wäre der IC-Titel in den Monaten und Jahren davor nicht gerade so prominent umkämpft worden (u. a. Main Event vom SummerSlam '92!), hätte ich innerlich wahrscheinlich schon Pläne entwickelt, das Ding schnellstmöglich loszuwerden, weil ich "Midcard Championships" komplett hirnrissig und unlogisch finde.

Unser Golden Boy hat da sogar ein interessantes Problem offengelegt: Die United States Championship besitzt eine lange Tradition; wird sie nun aber gleichwertig wie die World Championship gebookt, verlieren im Endeffekt beide Titel automatisch an Wert. Viele Championships aus der Territorial-Zeit ergaben früher irre viel Sinn, können später aber kaum in die dynamische Moderne übertragen werden, ohne ihr eigentliches Prestige einzubüßen. Selbst spätere (wenngleich viel unwichtigere) Vertreter hielten in ihrer angedachten Konstellation nicht lange durch: Ich denke hier speziell an die European Championship der Federation, die in einem großen Turnier während einer Euro-Tour ausgekämpft und ursprünglich auch nur auf unserem Kontinent verteidigt werden sollte, bis das Ding schon wenige Monate später ganz regulär in den WWF-Events landete und völlig verheizt wurde.

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Sa Okt 24, 2015 1:05 pm
Aaaaaalter...über wieviele Ecken denkst du denn schon wieder?! Very Happy

Das "Territory" Zeitalter ist ja 1994 quasi endgültig vorbei. Der World Heavyweight Titel ist nun mal jetzt Eigentum der WCW und verdrängt dadurch "natürlich" den US Titel ein bisschen ins 2. Glied. Finde das aber gar nicht so schlimm, denn ähnlich wie der IC Titel in der WWF kann er ja als perfektes Sprungbrett dienen. Mit Steve Austin hab ich ja momentan einen Champion der in naher Zukunft ein bisschen Richtung World Title schielen könnte. Davor lieferte er seinen Talentproben gegen Leute wie Steamboat & Co. ab um bei den Fans auch "over" zu kommen und unter Beweis zu stellen dass er auch für größere Aufgaben gerüstet ist. Hier auch wieder der Vergleich mit dem IC Belt der WWF. Von Curt über Bret bis hin zu Shawn haben sie alle diesen Titel gehalten und wir sind uns wohl einig dass sie ohne diese Phase in ihrer Karriere keine Kandidaten für den großen Gurt geworden wären.

Insofern sind diese "Midcard" Titel sehr wichtig finde ich und es erstaunt mich auch ein wenig dass du den IC Belt einstampfen würdest. Für mich als WWF Fan ist dieser Titel fast mehr wert als der "Big One", denn während Hogan, Warrior und Konsorten dadurch die Fans in die Hallen und vor die TV Geräte gezogen haben lieferte die "IC" Garde die eindeutig besseren Kämpfe ab. Siehe Macho vs. Ricky bei WM III, Curt vs. Bret beim Slam '91, Bret vs. Davey beim Slam '92, Shawn vs. Razor bei WM X...da bekomme ich Gänsehaut wenn ich nur dran denke. Was für Klassiker und die haben letztendlich viele Karrieren in die richtige Richtung gelenkt. Will dir natürlich nicht in dein Diary quatschen (nichts läge mir ferner als das) und ich kann deinen Konflikt bzgl. Niederlagen für Leute wie Shawn, Razor, Big Kev usw. verstehen. Dennoch bin ich der Meinung dass du da in den sauren Apfel beißen musst und den IC Belt knapp unter dem World Title etablieren bzw. halten musst.

In meinem Fall wird der US Titel der 2.wichtigste Gürtel der Company bleiben und er wird die nächste Generation an Main Eventern auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten. Das Prestige soll hoch bleiben und nicht in Richtung Lächerlichkeit abrutschen wie bei der WWE so viele Jahre lang. Zum Glück versuchen sie da gerade mit Cena eine Kehrtwende einzuleiten, aber der aktuelle US Titel hat wohl sehr wenig mit dem "Original" zu tun. Über die Titelvergabe und die Frequenz an Titelwechseln der WWE will ich ohnehin keine Worte verlieren, da mir sonst das Müsli zu den Ohren rauskommt.

Mein Tipp an dich alter Freund: Behalte den IC Belt und lass HBK, Razor, Diesel & Co. in epischen Schlachten darum antreten. #WeLoveMidcardTitles Wink

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am So Okt 25, 2015 12:30 pm
Golden Boy schrieb:Von Curt über Bret bis hin zu Shawn haben sie alle diesen Titel gehalten und wir sind uns wohl einig dass sie ohne diese Phase in ihrer Karriere keine Kandidaten für den großen Gurt geworden wären.

Ja, ohne die Phase nicht, ohne die Intercontinental Championship aber schon! Smile Gute und intensive Fehden ersetzen in ihrer Wertigkeit teilweise jeden Preis. Der Gurt war ein löblicher Anreiz, aus reiner Booking-Perspektive hättest du die Jungs aber auch ohne ihn zur "Vollendung" formen können. Wo genau benötigte denn die von dir sehr gut umschriebene "IC-Garde" jetzt unbedingt den Gürtel? Oder: Welchen Sinn hat denn ein Titel, der nur ein Sprungbrett ist und damit schon klarstellt, weit unter der wirklich wichtigen Championship zu liegen?

Ich möchte dir überhaupt nicht widersprechen und verstehe absolut, was du aussagen möchtest. Abgesehen von Geschichte, Tradition und guten Matches sehe ich Pro-Wrestling immer noch lieber als reinen Sport. Und eben aus dieser Perspektive ergibt es null Sinn, um einen zweit- oder gar drittklassigen Gürtel anzutreten. Die Intercontinental Championship bspw. ist, betrachtet man sie fernab von allen "klassischen Wrestling-Umständen", ein Trostpreis für Leute, die aus welchen Gründen auch immer nicht an der Spitze kämpfen können oder möchten. Bleiben wir gleich im Jahr 1994: Shawn Michaels, Razor Ramon, Diesel und Konsorten zählen bereits zum Nonplusultra der Federation, warum greifen sie nicht also konsequent oben an? Das ist für mich wie "Was jucken mich die Academy Awards, ich hab den Golden Globe" oder "Scheiß auf den Super Bowl, wir haben die Conference Championship in der Tasche"! Aus welchen logischen Ansprüchen heraus sollte Razor denn probieren, sich den zweitwichtigsten Gurt zurückzuholen, wenn er doch genauso froh sein könnte, das Ding endlich los zu sein, um weitere Versuche um das ganz große Gold zu unternehmen?

Bekanntermaßen bin ich riesiger MMA-Fan. Und auch wenn es bei der UFC etc. genauso viele Unstimmigkeiten um die Vergabe von Titelkämpfen gibt, ist die Herangehensweise simpel und nachvollziehbar: Jede Gewichtsklasse hat einen Titel! Jeder weitere würde den Wert vom großen Gold nur senken. Oder anders: Selbst wenn ein Alexander Gustafsson nun zweimal in Kämpfen um die Light Heavyweight Championship gescheitert ist, würde er sich doch niemals mit einem zweitklassigen Gürtel innerhalb der Gewichtsklasse zufrieden geben. Wie jeder Kämpfer strebt er nach der Sonne und will der Beste sein. In der UFC ist es genauso Sprungbrett, sich in die Main Cards vorzuarbeiten, irgendwann mal bei einem PPV dabei sein und Main Events und Titelkämpfe bestreiten zu dürfen. Und exakt so stelle ich mir auch Sprungbretter beim Wrestling vor: Es muß nicht ständig ein zweit- oder drittklassiger Gürtel sein, im Rahmen der Federation ist es doch fast schon genauso wertig, bei Events wie dem "SummerSlam" oder "WrestleMania" in einem hervorragenden Match zu stecken, auf der großen Bühne erfolgreich zu sein oder den (zu diesem Zeitpunkt noch sehr renommierten) King Of The Ring zu gewinnen. Eine Intercontinental Championship braucht es für meinen Geschmack (!) nicht, um neue Leute aufzubauen. Kämpfe wie Piper vs. Bret oder Bret vs. Bulldog wären auch den Titel die identischen Showstealer und Ausnahmekämpfe gewesen.

Trotz meiner Abneigung gegen Midcard-Titel werden sie an dieser Stelle aber natürlich nicht verschwinden! Smile

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Di Okt 27, 2015 2:54 am
Wenn du dich da mal nicht verschätzt mein Freund. Wink

Du hast natürlich recht wenn du sagst, dass Leute wie Bret, Shawn, Razor & Co. keinen Gürtel brauchen um fantastische Matches abzuliefern. Ich möchte trotzdem bezweifeln, dass ihre Matches ohne den "Preis" genauso denkwürdig geworden wären.

Nimm nur die von mir genannten Beispiele: Savage vs. Steamboat bei WM III OHNE IC Titel wäre bestimmt trotzdem ein tolles Match geworden, aber der Titel hat es erst so besonders gemacht weil "Macho" seine erste bittere Niederlage einstecken musste. Bret vs. Hennig beim SummerSlam 1991 wäre ein tolles Match geworden, aber erst durch Bret's 1. Singles Titelgewinn wurde es so wichtig für die Geschichte der WWF. Davey vs. Bret in Wembley vor über 80.000 Briten wäre super gewesen, aber WARUM hätten die Beiden überhaupt gegeneinander in den Ring steigen sollen wenn nicht wegen dem IC Belt? Beide waren Faces und noch dazu Familie. Ähnlich wie bei Bret's Titelgewinn ein paar Monate davor bei WM 8 gegen Piper. Zu diesem Match wäre es ohne den Titel ja gar nicht gekommen. Worum hätten Shawn und Razor bei WM X ihr legendäres Leitermatch bestreiten sollen? Ein Sandwich? Very Happy Du merkst schon worauf ich hinaus will. Der Titel macht Sinn weil er Fehden überhaupt erst beginnen lässt.

Okay, UFC hat "nur" einen Titel pro Gewichtsklasse. Wieviele Gewichtsklassen gibt es in der UFC? Wieviele Titel/Champions gibt es in der UFC? Eigentlich ist ja dann auch nur der Heavyweight Champion der WAHRE UFC Champion. Im Wrestling gibt es halt keine Gewichtsklassen und wie rechtfertigt man dann dass ein ehemaliger Tag Team Wrestler wie Bret Hart oder Shawn Michaels gegen Hulk Hogan um den Titel kämpft? Man muß sie aufbauen und auch als Singles Wrestler relevant machen. Gute Fehden helfen da natürlich, aber Gold strahlt viel besser. Wink Ich will nochmal anmerken, dass ich nicht von der aktuellen WWE spreche, denn da ist kein Titel mehr viel wert.

P.S.: Macht echt Spaß mal NICHT mit dir selber Meinung zu sein. Laughing

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Di Okt 27, 2015 2:38 pm
Wieder gute Ansätze und Beispiele! Ich gehe in vielen Punkten absolut konform. In einigen Aspekten der Vergangenheit war der Gürtel das "icing on the cake". Bei der letzten Antwort kam mir auch schon die von dir genannte Razor-HBK-Auseinandersetzung in den Sinn, die problemlos hätte in ähnlicher Form abgearbeitet werden können, dann aber niemals als derartiges Komplettpaket in die Geschichte eingegangen wäre. Hier hat wirklich alles gestimmt: Der "falsche" trifft auf den "richtigen" Champion, beide sind sich nicht grün, prügeln sich wild durch die Gegend und schaffen mit dem auf der Leiter stehenden Razor, der beide Gürtel abhängt, auch visuell einen Geniestreich, der mit - was weiß ich - einem Sack Geld weit weniger pompös gewesen wäre! Wink

Beim Wembley-Beispiel hingegen denke ich, daß der Gürtel nicht unbedingt nötig gewesen ist. Die damaligen Konfrontationen wurden, gerade im Vergleich zu heute, oftmals durch reine "Sportlichkeit" angesetzt. Jeder wollte der Beste sein und nicht nur "entertainen". Ich denke, der Kampf wäre identisch groß geworden, hätte der Bulldog im Vorfeld einfach nur erklärt: "Ich will in meiner Heimat gegen den Besten kämpfen und meinen Fans den größten Kampf meiner Karriere präsentieren". Klingt lahm, ich weiß. Aber identisch ging die große Fehde zwischen Steve Austin und Bret Hart los: Es ging nicht um Championships, sondern ausschließlich um Respekt und Ehrgefühl. Nach seiner halbjährigen Pause kam Bret Ende '96 einfach nur zum Ring und meinte sinngemäß, sich bei seiner Rückkehr sofort mit dem härtesten Hund messen zu wollen. Das war alles, mehr hat es nicht gebraucht! Für Bret-Davey könnte ich mir das genauso gut vorstellen, wenngleich die Wirkung, mit einem Titelkampf werben zu können, vor Ort sicherlich viel mehr hergegeben hat.
Würden wir an dieser Stelle weiterspinnen, ließen sich sicherlich noch etliche weitere Fehden und Kämpfe finden, in denen die "weiter unten angesiedelten Titel" eine besondere Würze gegeben haben. Ich denke aber im selben Atemzug, daß viele dieser Kniffe auch mit Kleinigkeiten im Booking eine ähnliche Wirkung haben können bzw. gehabt hätten.

Während ich den "Midcard-Gebrauch" von US oder IC Championship grundsätzlich eher skeptisch sehe, finde ich bspw. die TV Championship der WCW komplett nachvollziehbar! Wink Junge und aufstrebende Leute können sich als "fighting champion" präsentieren und erhalten durch den Gurt auch die nötige TV-Zeit, die ihnen sonst möglicherweise nicht zustehen würde – und für Leute wie Vader, Sting oder Flair ergibt sich konsequent erst gar kein Sinn, um das Ding anzutreten. Sie stehen als Teil der Main-Event-Prominenz sowieso oft genug im Mittelpunkt der Veranstaltung und müssen niemandem mehr beweisen, daß sie es drauf haben. Daß sich Leute wie Regal dann noch permanent über das Time Limit retten können, ergibt zudem eine ganze Armada an witzigen Ideen.

Auf deinen Einwand um den "wahren UFC Champion" gehe ich eventuell an anderer Stelle ein. Das würde (da ich mich noch weniger kurzfassen könnte als ohnehin schon) in diesem Thread endgültig den Rahmen sprengen und hätte auch nur noch am Rande etwas mit der eigentlichen Unterhaltung zu tun. Very Happy

Hätte übrigens gar nicht für möglich gehalten, daß sich hier neben guten Events auch noch schnieke Diskussionen ergeben, die sogar zum Thema passen. Smile

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Di Okt 27, 2015 7:30 pm


The World Wrestling Federation presents:
MONDAY NIGHT RAW #72
25. Juli 1994
Fernwood Resort, Bushkill, Pennsylvania, USA

Das Fernwood Resort hat noch immer nicht ausgedient! Zum dritten Mal in Folge starten Jim Ross und der "Macho Man" in die aufgezeichnete Sendung und hyperventilieren beim Gedanken an die folgenden 60 Minuten. Selten sei eine Ausgabe von "Monday Night Raw" mit so vielen Stars besetzt gewesen: Der Undertaker, Shawn Michaels, Diesel, Tatanka und der legendäre Rock 'n' Roll Express werden in den Ring steigen und jede Menge Action garantieren – ganz zu schweigen davon, daß heute entweder die Zeit der Million Dollar Corporation oder die Karriere von Virgil endet! Zudem stelle sich ein neuer Ausnahmeathlet vor, der das Zeug dazu hat, das Gesicht der World Wrestling Federation für immer zu verändern. Und weil das noch lange nicht ausreicht, werden wir bereits in wenigen Minuten erfahren, wer die hünenhaften Angreifer sind, die wenige Tage zuvor bei "Superstars" die amtierenden Tag Team Champions attackierten. Mehr geht nicht!

Eine kurze Werbepause später haben sich dem Bildschirm gleich drei Gesichter hinzugefügt: Während Ricky Morton und Robert Gibson im Ring auf ihre Opposition warten, hat sich der denkbar schmierige Harvey Wippleman an den Kommentatorentisch gepflanzt, um von seiner jüngsten Verpflichtung zu schwadorieren. So habe er die gesamten Vereinigten Staaten nach talentierten Männern abgesucht und sie schlußendlich ausfindig machen können: Ron und Don, die Bruise Brothers, kommen wie aufs Wort zum Ring marschiert und ernten allein ob ihrer gigantischen Größe erstaunte Blicke. Die letzten Meter legen die beiden Hünen laufend zurück, damit der Rock 'n' Roll Express noch vor dem Ringgong Probleme bekommt!

The Rock 'n' Roll Express (Ricky Morton & Robert Gibson) vs. The Bruise Brothers (Ron Bruise & Don Bruise) (w/Harvey Wippleman)
Auch in der regulären Kampfzeit sieht es für die Veteranen aus Memphis schlecht aus. Richtig schlecht. Richtig, richtig schlecht! Wippleman feiert jede Kraftaktion seiner neuen Schützlinge und fliegt fast aus dem Stuhl, als Morton nach einem Big Boot aus dem Ring kippt und sich schmerzverzerrt den Skalp hält. Gibson ergeht es nicht besser, als er von den beiden langhaarigen Zwillingsbrüdern in einer Ecke festgenagelt und wiederholt um Verstand und Kräfte gebracht wird. Das Finish steht schon nach kurzer Zeit an: Don legt Gibson übers Knie, Ron kommt mit einem Leg Drop vom zweiten Seil gesprungen. Fertig!
Sieger durch Pinfall: The Bruise Brothers (nach 4:32 Minuten)

Selbst die sonst so kritischen Kommentatoren müssen zugeben, daß Wippleman eine erstklassige Arbeit geleistet hat. In nur wenigen Tagen haben sich die Bruise Brothers nicht nur bei den Headshrinkers vorgestellt, sondern auch ein absolut ikonisches Team besiegt – und zwar völlig problemlos! Wo soll das nur hinführen?

Erst einmal zu einer Aufzeichnung des wütenden Duke Droeses! Der "Dumpster" hat nach den vergangenen Wochen und speziell dem hochnotpeinlichen Ausflug in die Katakomben des Resorts endgültig genug von Jerry Lawler und fordert den selbsternannten König heraus! In zwei Wochen werde der royale Teil der World Wrestling Federation Rechnung ablegen und den besten Droese vor sich sehen, den es jemals gab. Übel riechen würden nach der Abreibung nur noch die Überreste des Königs!

Jeff Jarrett vs. Koko B. Ware
Vor drei Wochen war Jarrett in einem kräfteraubenden Aufeinandertreffen dem Indianer Tatanka unterlegen, heute möchte er beweisen, das Zeug zum WWF-Superstar zu besitzen. Koko B. Ware stellt auf der anderen Seite, so Jim Ross, einen interessanten Fall dar: Die letzten Monate verliefen alles andere als rosig und erlauben die Frage, ob der "Birdman" überhaupt noch im Saft seiner Leistungsfähigkeit stehe. Der Kampf gegen den Musiker aus Tennessee maximiert das Problem, denn große Offensiven kann er nicht durchbringen. Der junge Blondschopf übernimmt nach kurzer Zeit, bleibt stets einen Schritt vorn und gewinnt mit einem Jumping Forearm.
Sieger durch Pinfall: Jeff Jarrett (nach 4:31 Minuten)

Kurze Pause gefällig? Es geht hinter die Kulissen zu Todd Pettengill, der den obligatorischen "SummerSlam Report" präsentiert und gleich darauf hinweist, daß noch immer Tickets vorhanden seien. Der größte Sommer-Event aller Zeiten finde am 29. August in Chicago, Illinois statt und sei die allererste Veranstaltung, die im neueröffneten United Center über die Bühne gehe, bevor sich Bulls und Blackhawks einquartieren. Bret Hart werde die Krone der World Wrestling Federation gegen seinen Bruder Owen verteidigen, während Diesel weiterhin auf einen offiziellen #1-Herausforderer auf die Intercontinental Championship warte. "Breaking News" gebe es auch, denn Captain Lou Albano, Afa, Harvey Wippleman und Jack Tunney hätten erst vor wenigen Minuten einen Vertrag unterschrieben und einen weiteren Kampf spruchreif gemacht: Die Headshrinkers setzen ihre Gürtel gegen die frisch debütierten Bruise Brothers aufs Spiel! Nicht weniger spannend gehe es heute zur Sache, da nicht nur der Undertaker, Tatanka, Diesel und Shawn Michaels in den Ring steigen werden, sondern außerdem die Existenz der Million Dollar Corporation in der Schwebe stehe. Dieser Sommer sei, so schließt Pettengill ab, "so hot it's scary".

Tatanka vs. Albert Reigns
Der Trupp um Ted DiBiase hat längst einen festen Platz in den Hirnwindungen des Lumbee-Indianers inne! Obgleich nach über einem Monat endlich geklärt scheint, daß sich Lex Luger keineswegs an den "Million Dollar Man" verkauft hat, stolzieren schon nach kurzen Augenblicken Nikolai Volkoff, Bam Bam Bigelow, Luna Vachon und I.R.S. zum Ring. Tatanka läßt sich nicht beirren, fliegt Reigns mit einem eingesprungenen Head Chop entgegen und beendet die Auseinandersetzung solide mit einer schnellen Clothesline.
Sieger durch Pinfall: Tatanka (nach 3:31 Minuten)

Jim Ross rätselt, was es mit dem plötzlichen Erscheinen der DiBiase-Lakaien auf sich hat, als I.R.S. das Mikro ergreift und die Mannschaft auffordert, den Ring zu betreten. Dort stellt er sich sofort Tatanka gegenüber und verspricht ihm ein einmaliges Angebot, das er besser nicht ablehne. Er werde jetzt zum ersten und einzigen Mal die Möglichkeit erhalten, der Million Dollar Corporation beizutreten und sich konsequent mit seinem Freund Lex Luger der richtigen Seite anzuschließen. Werde er sich weigern, verliere er nicht nur seinen Weggefährten, sondern auch sein Bewußtsein. Tatanka scheint ernsthaft über das Angebot nachzudenken, schaut vom Boden zur Decke, in die Fanreihen und zurück. Als er I.R.S. schlußendlich das Patschehändchen geben möchte, ballt er es sogleich zur Faust und legt sich eigenhändig mit seinen Widersachern an! Nach kurzen Hieben ist die geballte Übermacht jedoch schnell bevorteilt. Tatanka erfährt eine enorme Abreibung, bis sich einmal mehr der am Ring kommentierende "Macho Man" aufmacht, um die bösen Horden zu vertreiben. Erst als die Million Dollar Corporation nacheinander überrascht aus dem Seilgeviert kippt, erscheint Lex Luger auf der Rampe, um zur Kampfzone zu joggen. Als er sich final an Tatanka wendet, ist der Indianer keineswegs erfreut. Immerhin hätte sein "angeblicher Freund" auch gern eine halbe Minute eher antanzen können! Die beiden Publikumslieblinge bekommen sich verbal in die Wolle, der "Macho Man" schlichtet, die Million Dollar Corporation gibt sich gelassen. Jim Ross gesteht, langsam selbst nicht mehr zu wissen, was von diesem Treiben zu halten sei.

Shawn Michaels & Diesel vs. Brian Gerard & Spencer Satullo
Nach der Proberunde bei "Superstars" steht Shawn Michaels seit der Niederlage im Leiterkampf erst zum zweiten Mal wieder im Ring – eine Antwort vom "Bad Guy" läßt auch nicht lang auf sich warten. Parallel zur Dominanz vom "Heartbreak Kid" und dem Intercontinental Champion beantwortet Razor im geteilten Bildschirm die Herausforderung, die Michaels vor zwei Wochen ausgestellt hat: "Any time, anywhere!" Qualitativ hochwertigere Gegner sind für die beiden Bösewichte dringend nötig, da ihre heutigen Opponenten in kurzer Zeit gefrühstückt werden. Auf eine Powerbomb gegen Gerard folgt der Pinfall per Fuß auf dem Brustkorb.
Sieger durch Pinfall: Shawn Michaels & Diesel (nach 3:37 Minuten)

Für eine besonders edle Überleitung steht nach einem weiteren US-typisch kurzen Werbespot Jim Ross im Ring parat. Der beliebte Kommentator berichtet, daß die World Wrestling Federation stets auf der Suche nach den besten Kämpfern der Welt sei und ein Großteil von ihnen längst in anderen Sportarten auf sich aufmerksam machte. Die neueste Verpflichtung sei ein NFL-Veteran, der einst nur knapp am Gewinn der Heisman Trophy gescheitert ist: Ron Simmons! Die farbige Urgewalt wird mit verhaltenem Applaus empfangen, sammelt aber sofort Sympathiepunkte, als sie die Fans der geographisch nicht weit entfernten Philadelphia Eagles grüßt. Simmons ergänzt, nicht hier gelandet zu sein, um das Schweinsleder zu kontrollieren: Er sei hier, damit er der Konkurrenz eine Abreibung verpassen könne! In den letzten Jahren habe er so oft wie möglich gekämpft, in deutlich kleineren Organisationen einen Gürtel nach dem anderen errungen, heute erfülle sich sein großer Traum. Er sei bereit, gegen die Hart-Brüder, Diesel, den Undertaker, Yokozuna oder Lex Luger in den Ring zu steigen und freue sich darauf, den großartigsten Fans der Welt zu begegnen! Der Jubel steigt – und ergibt sich prompt von selbst, als mit Crush ein weiterer Riese das Seilgeviert entert. Der Hawaiianer mustert Simmons ganz genau und gibt ihm zu verstehen, an der falschen Adresse gelandet zu sein. Welche Erfolge er auch immer gesammelt haben möge: In der Federation beginne er als Neuling, der keine Forderungen zu stellen habe. Er wolle sich mit den großen Namen messen? Nun, das wolle Crush auch! Sofern Simmons einen ersten Tanz wage, könne er sich gern an ihn wenden! Der Übeltäter verläßt den Ring, wird mit einem "That's what I call a challenge!" von Jim Ross und einem zufrieden nickenden WWF-Rookie bedacht.

The Undertaker (w/Ted DiBiase) vs. Virgil
Nach dem letzten Werbepäuschen folgt ein Hauptkampf, der seinem Namen gerecht wird. Virgil duelliert sich in einer schier aussichtslosen Schlacht, in der es neben dem Existenzrecht der Million Dollar Corporation ganz nebenbei um seine Karriere geht! Jim Ross betont den Fakt, daß niemand an einen Sieg Virgils glaube, es in der Geschichte der Federation jedoch schon ganz andere Überraschungen gegeben habe. Der Undertaker läßt nichts anbrennen, wirbelt den farbigen Ex-"Sklaven" von einer Ringecke in die nächste und sieht schon nach wenigen Sekunden wie der sichere Sieger aus. Mit der Unterstützung der Zuschauer kämpft sich der sympathische Virgil, der zweifellos schon bald zur großen Sensation aller Conventions wird, zurück, um urplötzlich in einen gewaltigen Big Boot zu laufen.

Der Undertaker macht sich unter den Anfeuerungsrufen DiBiases daran, den Tombstone anzusetzen ... als plötzlich das Licht ausgeht! Große Überraschung bei der Wiederkehr der Sicht: Virgil rollt den verdutzten Taker ein und erringt beinahe den Sieg! In der allerletzten Millisekunde reißt der "Deadman" die Schulter nach oben und scheint genauso verwirrt wie der "Million Dollar Man" am Ring. Virgil geht in die Offensive, schafft es dank seiner schlaffen Erscheinung allerdings nicht, den hünenhaften Riesen aus der Schattenwelt zu überrumpeln. Nach einem Chokeslam ist schlußendlich Schicht im Schacht, Virgil muß seine Karriere beenden!
Sieger durch Pinfall: The Undertaker (nach 4:03 Minuten)

In der Konfusion um den Lichtausfall ist der unterlegene und nun ehemalige WWF-Kämpfer eine Fußnote. DiBiase rollt sich in den Ring und scheint nicht minder ratlos als sein Schützling. Obgleich jener selbst für Spielchen dieser Art bekannt ist, war dieser Streich völlig offensichtlich nicht geplant. Der "Macho Man" rätselt, ob auch dieser Verdachtsmoment nur eine Schauspielerei DiBiases sei, während Ross einen weiteren Gedanken spinnt und Paul Bearer ins Gespräch bringt. Eines sei weiterhin sicher: Die Saga um den Undertaker ist mysteriöser denn je! Ob der auslaufenden Sendezeit bleibt den beiden Kommentatoren nur noch über, auf einen absoluten Knaller der nächsten Woche hinzuweisen: Owen Hart treffe in einem "King Of The Ring"-Rückkampf auf den 1-2-3 Kid, der vor zwei Wochen nur knapp dem Gewinn der WWF World Heavyweight Championship entgangen ist!

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Fr Okt 30, 2015 2:38 am
Sehr feine RAW-Ausgabe! Gefällt mir übrigens sehr gut, dass die Star-Power erheblich angekurbelt wurde. Wink

Zum 3ten Mal hintereinander im legendären Fernwood Resort von Bushkill, Pennsylvania! Was für einen Happy-Hour Deal hat Vinnie Mac denn da abgeschlossen?! Oder wird dies das neue Mekka des Sports Entertainment? Laughing

Bin zwar kein Fan der Harris Bros., aber ich bin sehr gespannt drauf was du und Harvey aus den Burschen rausholen werdet. Der Sieg gegen die Rock n' Roll Opis aus den 80ern macht Sinn, da die neue Macht der Tag Team Division natürlich dementsprechend dargestellt werden muss.

Der Müllmann treibt die Fehde mit dem "Burger" King voran. Solide!

Puh...Double J! Mit dem Typen konnte ich ja noch nie etwas anfangen, daher hätte mich ein Sieg von Koko sehr gefreut. Macht aber natürlich aus Booking-Sicht überhaupt keinen Sinn. Hoffe der große Double J Push bleibt uns allen erspart.

Summer Slam Report...sehr schön. Da werden Erinnerungen wach. Schöne Sache um den Event bestens zu bewerben und immer mal neue Matches zu droppen. Die Bruise Bros. dürfen schon um die Titel ran? Liegt wohl an der mangelnden Konkurrenz in der Tag Team Division. Mal schauen was da noch passiert. Bret vs. Owen war klar und ich denke dass wir auch Diesel vs. Razor beim Slam erleben werden.

Tatanka dann mit dem Pflichtsieg gegen Roman's Onkel Albert. Laughing Die Geschichte mit Teddy's Gruppierung ist richtig cool. Wird auch von Show zu Show intelligent weitergetrieben. Spekuliere ja ein bisschen auf ein 6 Man Tag Team Match beim Slam: Tatanka, Luger & Macho vs. I.R.S., Bam Bam und Nikolai.

HBK in da House!!! So muß das sein! Der beste In-Ring Performer aller Zeiten kann ruhig öfter auftauchen. Leider hängt er bei dir momentan etwas in der Luft. Keine wirklich Fehde am Laufen, nur als Buddy von Diesel rumzulaufen ist für seine Ansprüche viel zu wenig. Hoffe da folgt bald der große Push, Daddy-O!

Hach...da ist er ja schon! Der Edeljobber der WCW verkauft sich bei WWF schon als Main Eventer. Mal schauen wann Simmons seine Ziele erreichen kann und mit den großen Jungs in den Ring darf. Crush ist auch so ein unnötiger Midcard-Beckenrandschwimmer. Da haben sich die richtigen 2 gefunden für ein nettes Halligalli in der Bedeutungslosigkeit. Trotzdem nette Spitze gegen die deutlich kleinere Promotion und schöner Hulk/Sting "You are not welcome here" Moment. Da hat im WWF Creative Team jemand gut aufgepasst wie man solche Dinge richtig booked. Smile

Virgil's Hall of Fame Karriere wurde also für beendet erklärt. Ich hatte ja schon befürchtet dass er für diesen untalentierten Hünen jobben muß, aber es tut trotzdem weh. Dieses Match hätte man sich für WrestleMania aufsparen sollen, denn Virgil hätte sich einen ebenso legendären Abgang wie HBK verdient. Wie dem auch sei, netter Diss bzgl. der Conventions und interessantes Storytelling. Neben der Tatanka/Luger Geschichte ist mir die Taker Story bisher am liebsten. Spricht auch für den guten alten Teddy dass er in beiden Stories mittendrin statt nur dabei ist. Der Mann ist eben Gold wert!

RAW hat mich diese Woche wirklich sehr gut unterhalten. Super Job!

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Re: Clash Of The Titans: World Wrestling Federation vs. World Championship Wrestling (1994)

am Fr Okt 30, 2015 12:10 pm
° Die Harris Brothers sind dann mit einem gut gebookten Mach auch gleich weiter oben dabei. Lawler gegen den Dumpster, ich denke da wird Doink sicherlich irgendwie mitmischen. Jeff Jarrett zeigt dann auch gleich zu was er fähig ist, mal sehen was du noch alles aus ihm machst. Ich meine genug Potential hat er ja. Der Summer Slam wird auch weiter ordentlich gehyped, klingt ja echt nach einer ordentlichen Matchcard.

° Die Sache rund um Tatanka und Lex Luger hat mir auch sehr gut gefallen. Die Spannung ist immer noch da, darum bin ich gespannt ob nicht bald doch ein Split kommt. Die Million Dollar Coperation stiftet auf jeden Fall genug Verwirrung. Der Sieg für Shawn Michaels und Diesel war dann natürlich auch ein Muss. Ron Simmons legt dann ein Debüt hin was natürlich perfekt in die Zeit passt. Er macht klar was ein Kämpfer er ist und mit Crush hat er schon seinen ersten Gegner gefunden.

° Der Main Event war dann auch klasse, die Story rund um den Undertaker geht spannend weiter. Ich bin ja echt gespannt was das nun war und ob Paul Bearer irgendwann seine Rache bekommen wird. Virgil ist wohl nun erstmals raus, bin gespannt ob er irgendwie wieder kommt oder ob du ihn generell absägst.
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